Nassau-Bahamas auf New Providence

Mit knapp 250.000 Einwohnern ist Nassau-Bahamas die größte Stadt auf den Bahamas und liegt auf der Insel New Providence. Von großem logistischen Vorteil ist der internationale Flughafen der Stadt. Gegründet wurde Nassau 1656 von britischen Siedlern. In der Hauptsache wird auf der Insel Englisch gesprochen, wobei es zum Teil auch noch ein Gemisch aus verschiedenen karibischen Sprachen gibt.

Das Klima in Nassau-Bahamas

Die Temperaturen in Nassau (Bahamas) sind ganzjährig recht konstant. Die Höchsttemperaturen liegen im Jahresmittel bei 28,6°C, die niedrigsten Temperaturen bei durchschnittlich 20,4°C. Die Regenzeit fällt auf die Monate Mai bis Oktober. Der Regen hat jedoch keine Auswirkungen auf die Sonnenstunden. Sie liegen im Mittel bei knapp 8 Stunden am Tag. Im September und Oktober ist die Luftfeuchtigkeit am höchsten, wobei sie das Jahr über generell mit durchschnittlich knapp 80% sehr hoch ist. Die Wassertemperatur schwankt ebenfalls kaum. Sie beträgt durchschnittlich 26,4°C und lädt damit ganzjährig zum Baden ein. Die Wirbelsturmsaison fällt auf die Monate Juli bis Oktober. Die Hauptreisezeit für Nassau ist demnach Ende November bis Anfang Mai.

Klimatabelle


[Bemerkung zur Tabelle: Die Spalten enthalten folgende Informationen zum Klima von links nach rechts:
mittleres Temperaturmaximum (°C) – mittleres Temperaturminimum (°C) – mittlere Tagessumme Sonne (h) – Tage mit Niederschlag (>1mm) – durchschnittliche Wassertemperatur (°C) – durchschnittliche Luftfeuchtigkeit (%)]

Sehenswürdigkeiten

Junkanoo Kulturfest

Beim Jungkanoo handelt es sich um eine Musik- und Tanzform. Dieses Fest findet seit der Sklavenzeit auf den Bahamas statt. Das Junkanoo-Fest hat afrikanische Wurzeln. Es beginnt am 26. Dezember und wird am 1. Januar wiederholt. Die Tanzgruppen versuchen sich dabei gegenseitig mit originellen Kostümen und Choreographien zu übertrumpfen.

Museen in Nassau

Die ereignisreiche Geschichte der Bahamas von der Entdeckung durch Kolumbus, über die vielen Konflikte und Auseinandersetzungen mit den Indianern und Piraten bis zur heutigen Zeit informieren die Museen in Nassau. Dazu zählen zum Beispiel das Bahamas Historical Society Museum oder das Heritage Museum of The Bahamas. Letzteres zeigt einen prähistorischen Meteoriten, der in vergangener Zeit auf der Insel einschlug. Der Sklavenzeit ist das Pompey Museum gewidmet. Es handelte sich bei diesem Gebäude ursprünglich um einen Marktplatz und beherbergte überdies auch Sklaven.

Festungen

Auf den Inseln gibt es drei Festungen, wie zum Beispiel das Fort Fincastle. Es wurde 1793 auf einem Hügel errichtet. Die größte Festung ist das Fort Charlotte. Sie wurde zwischen 1787 und 1789 errichtet und besitzt neben einem wasserlosen Graben eine Zugbrücke, Festungswälle und Kerker. 1742 wurde das Fort Montagu fertiggestellt. Das Besondere an dieser Festung ist, dass sie eine Zisterne beherbergt, die Regenwasser aufnehmen kann und bis zu 30 Tonnen Wasser fässt.

Queen’s Staircase

Nassau-Bahamas TreppeDie bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist wohl die berühmte 31 Meter hohe Treppe, die in der Zeit zwischen 1793 und 1794 durch Sklaven errichtet wurde. Sie besteht aus Kalkstein und hat 65 Stufen. Über die Treppe gelangt man auch auf den Hügel Bennet.

Der Strohmarkt

Es handelt sich beim Strohverkauf um einen der ältesten Wirtschaftszweige, und entstand aus der Not heraus. Nach dem Zusammenbruch der Schwammindustrie in den 1940er Jahren fanden die einheimischen Frauen in der Herstellung und dem Verkauf von Strohprodukten und Souvenirs eine neue Einnahmequelle. Sie stellten und stellen noch immer Körbe, Taschen und zahlreiche andere Gegenstände aus getrockneten Palmen- und Sisalblättern her und verkaufen sie traditionell auf dem Strohmarkt. Urlauber sollten einen dieser Märkte unbedingt während ihres Urlaubs auf den Bahamas besuchen.

Das Kloster

Es handelt sich bei dem Kloster, das heute den Hafen von Nassau überragt, um ein französisches Mönchskloster. Es wurde in den 1920er Jahren abgetragen und in die USA transportiert. Erneut verkauft wurde es in den 1960er Jahren schließlich auf die Bahamas abtransportiert und dort auf einem Hügel auf Paradise Island, einer Insel 440m vor der Nordküste der Insel New Providence, wieder aufgebaut.

Kulturelle Erlebnisse

Tanz und Musik

Musikalisch wird es auf den Bahamas traditionell mit Reggae, Calypso und dem Merengue. In jüngerer Zeit mischen sich unter die beliebtesten Stilrichtungen zudem Soul, Rock und Pop. Der traditionelle Tanz auf den Bahamas ist der Goombay und hat seinen Ursprung in Westafrika. Er wird nur von Männern gespielt und getanzt.

Stroh- und Holzarbeiten

Wie bereits schon erwähnt, hat das Strohhandwerk Tradition. Mit einer besonderen Flechttechnik werden schöne Hüte, Taschen und andere Gegenstände sowie Souvenirs hergestellt. Holzschnitzereien zählen ebenso zu den beliebten Mitbringseln von den Bahamas. Beides findet man auf einem der berühmten Strohmärkte.

Nassau-Bahamas WachwechselHistorischer Wachwechsel

Die Bahamas erlangten am 10. Juli 1973 ihre Unabhängigkeit von Großbritannien, pflegen aber weiterhin als Mitglied des Britischen Staatenbundes einige Traditionen. So zum Beispiel findet aller 2 Wochen der historische Wachwechsel im Regierungsgebäude in Nassau statt.

Strände in und um Nassau-Bahamas

Nassau Bahamas Paradise IslandCabbage Beach

Dieser Strand befindet sich auf Paradise Island, einer kleinen vorgelagerten Insel gegenüber vom Hafen von Nassau, die mit 2 Brücken mit der großen Insel verbunden ist. Es ist wohl der schönste Strand der Region und etwa 5 km lang. Neben ruhigeren Abschnitten kannst Du an diesem Strand in der Nähe der Hotelanlagen Jet Ski oder Tretboot fahren.

Cable Beach

Cable Beach ist der größte Strand auf New Providence. Er befindet sich etwa 5 km westlich von Nassau. Es handelt sich dabei um einen touristisch stark frequentierten Strand und bietet viele sportliche Möglichkeiten.

Caves Beach

Etwa 11 km westlich von Nassau liegt dieser wunderschöne Strand in der Nähe des Flughafens.

Love Beach

Wenn es etwas ruhiger zugehen soll, dann bietet sich der Love Beach an. Etwa 14 km westlich von Nassau liegt dieser Traumstrand, der besonders für Schnorchler von großem Interesse sein wird. Hier liegt vor dem Strand der sog. Sea Garden, ein regelrechter Wald aus Farnen, Korallen und exotischen Meeresbewohnern.

Jaws Beach, Flipper Beach

Diese beiden Strände liegen im Clifton Nationalpark, am Westende der Insel. Mit dem Auto gelangt man einfach dorthin und läuft anschließend noch wenige Kilometer. Belohnt wird dieser Ausflug mit ruhigen, traumhaft weißen Stränden.

Unterkünfte

In Nassau hast Du die Wahl zwischen zahlreichen Hotelanlagen und Pensionen unterschiedlicher Preiskategorien. Einfache und preiswerte Hotels sind zum Beispiel das Red Carpet Inn oder das Nassau Palm Hotel.

Nassau-Bahamas Atlantis ResortUm größere Hotelanlagen mit allem, was das Urlauberherz begehrt, handelt es sich zum Beispiel beim Atlantis Resort, Sheraton Nassau Beach Ressort oder dem Wyndham Nassau Resort. Wenn es etwas exklusiver sein soll, sind das Graycliff Hotel oder das British Colonial Hilton zu empfehlen.

Schließlich sollen hier auch die Pensionen, wie z.B. das Orange Hill Beach Inn oder das Marley Resort und Spa, nicht unerwähnt bleiben. Sie bieten eine ruhige Atmosphäre und ermöglichen Dir, Deinen Urlaub etwas individueller und vor allem kostengünstiger zu gestalten. Pensionen eignen sich besonders für diejenigen Urlauber, die viel unterwegs sind, Ausflüge machen und während eines Trips gelegentlich auch andernorts übernachten.

Kulinarisches

Nassau-Bahamas EssenIm Allgemeinen ist die Küche auf den Bahamas sehr würzig und besonders stark von Südamerika beeinflusst. Auffallend oft sind auf den Speisekarten Meeresfrüchte zu finden. Neben frischem Fisch zählen zu den Delikatessen der Region zum Beispiel der Conch, eine Art große Meeresschnecke, der Bahamas-Steinhummer oder auch Landkrabben.

Als Beilage serviert man gerne das sog. Peas and Rice, eine Beilage aus Straucherbsen und Reis mit verschiedenen Gewürzen, Tomaten und Zwiebeln. Des Weiteren können die Urlauber zwischen verschiedenen Suppen wählen, die ebenso typisch für die Bahamas sind. Dazu gehört zum Beispiel eine Erbsensuppe mit Klößen und gesalzenem Fleisch.

Kulinarisch verwöhnt werden Urlauber dabei nicht nur in den zahlreichen Restaurants, Cafés und Bars, sondern auch am Straßenrand oder am Strand.

Zu den beliebtesten Getränken der Region gehört zum einen das Kokosnuss-Wasser gemixt mit süßer Milch und Gin. Unter den Cocktails ist der Bahama Mama der berühmteste von den Inseln der Bahamas, bestehend aus verschiedenen Rumsorten, Grenadinesirup, Orangensaft, Ananassaft und crushed Ice.